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Jürgen Karthe

Jürgen Karthe stammt wie das Bandoneon aus Sachsen. Als Akkordeonist konnte er 1994 dem Klang des Bandoneons nicht widerstehen und begann zunächst als Autodidakt das Bandoneonspiel im Erzgebirge, der Wiege des berühmten >Doble A< Bandoneons. Über das Bandoneon gelangte er schließlich zum Tango Argentino. Fortan nutzte er Studienmöglichkeiten, die von Straßenmusikern in Buenos Aires bis zum Musikkonservatorium Rotterdam reichten. Mittlerweile kann er als gefragter Tangomusiker auf zahlreiche internationale Erfolge u.a. mit der Semperoper Dresden, den Münchner Symphonikern und anderen renommierten Orchestern verweisen. Mit seinem Bandoneon gab er u.a. Konzerte in Buenos Aires, London, Paris, Yokohama, Istanbul und Moskau und produzierte aktuell zehn Tango-CDs.

Das Bandoneon erzählt seine Geschichte. Ohne eine deutsche Erfindung wäre der argentinische Tango nicht zu dem geworden, was er heute ist: Weltkulturerbe. Die Erfindung ist das „Klavier des kleinen Mannes“, das Bandoneon – und es stammt aus dem Erzgebirge.

Wie das Instrument mit dem typischen Klängen im Gepäck deutscher Auswanderer seinen Siegeszug in Lateinamerika antrat, das erzählen Jürgen Karthe und Fabian Klentzke in unterhaltsamen Texten ebenso wie fröhlichen Klängen. In einem lockeren Mix wird die Geschichte des Bandoneons erzählt und seine Reise vom Erzgebirge nach Buenos Aires nachempfunden. Zu hören sind traditionelle Volksweisen aus dem Erzgebirge und Kompositionen von Carlos Gardel bis Astor Piazzolla.

Musikalische Lesung mit Jürgen Karthe „Vom Erzgebirge nach Buenos Aires – Wie der Tango zu seinem Instrument kam“
Jürgen Karthe – Bandoneón & Fabian Klentzke – Piano.
Sonntag, 6. September, 15:00 Uhr, Bühne Marktplatz